Augusta Regional

Regionalgeld für Göttingen und Südniedersachsen

Augusta Regional e.V.

Mitgliederversammlung beschliesst Auflösung des Vereins

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Mittwoch, den 14. August 2013 um 14:12 Uhr

Die Mitgliederversammlung am 4.März 2013 hat die Auflösung des Vereins beschlossen. Zum Liqidator hat die Mitgliederverwaltung das bisherige Vorstandsmitglied Freimut Hennies bestellt. Das Protokoll der Mitgliederversammlung wird auf Anfrage als PDF zugeschickt.  Die Gelder auf dem Konto und in der Barkasse reichen nicht aus, um die Einlagen Darelehn der Vorstandsmitglieder zurück zu zahlen. Darlehen der Betriebe sind im Zuge des Einstellung des Regionalgeldes zurückgezahlt worden.

Auf dem Konto befinden sich zum gröten Teil aus der Umtausch. Leider gab es dabei zu viele Unternehmen mit Augusta Unterhang, die diesen nicht in Euro zurückgezahlt haben. Der Gründe gibt es mehrere: einzelne Betriebe existieren nicht mehr )KOnkurs, andere sind nicht mehr auffindbar, einzelne habe sich sogar schlicht geweigert, ihrer Verpflichtung nach zu kommen. Daher können wir keinen 100%  Ausgleich vornehmen, Betirebe mit einem Augusta-Überhang können daher nicht de gesamten Betrag bekommen. Betroffenen Betrieben nennen wir auf Anfrage die Betriebe, die ihrer Verpflichtung nicht nachgekommen sind.

In Göttingen gibt es weiterhin mehrere Gruppen, die sich  mit dem Thema Geld und Alternativen zu unserem bisherigen System beschäftigen.

Jeweils am letzten Mittwoch  im Monat trifft sich der Arbeitskreis Wirtschaft in der Martinsgemeinde in Geismar. Organisirt wird die Veranstaltung durch Holger Voss.

Im Rahmen von Göttingen im Wandel (http:tt-goettingen,de) trifft sich unregelmä0ig eine Gruppe, um Filme und Vorträge zum Thema Geld gemeinsam anzuschauen und sich dazu auszutauschen.

An der Uniservität existiert ein Gruppe, die sich Kritische Ökonomie nennt und die im Semester eine eigene Veranstaltungsreihe durchführt.

Nicht zuletzt gibt es den Arbeitskreis Bedingungsloses Grundeinkommen, der sich aktuell gerade in einer Orientierungsphase befindet.

Ebenfalls aktiv ist attac Göttingen.

   

Weshalb Island in den Nachrichten nicht mehr vorkommt

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Freitag, den 02. Dezember 2011 um 13:53 Uhr

Neues von der Finanzkriegsfront: von Deena Stryker   translated by sophyama

Die Radioreportage eines italienischen Senders über die auf leisen Sohlen voranschreitende Revolution in Island lässt aufhorchen und ist gleichzeitig ein herausragendes Beispiel dafür, wie uns unsere Medien (US) nur unzureichend über die Vorgänge im Rest der Welt informieren.

Man erinnere sich, dass zu Beginn der Finanzkrise im Jahre 2008, Island ganz schnell zum Bankrottfall erklärt wurde. Die Gründe hierfür fanden nur beiläufige Erwähnung, und seitdem ist dieser kleine Staat wieder in Vergessenheit geraten.

Nachdem nun ein EU-Land nach dem anderen auf die Zahlungsunfähigkeit zusteuert, und damit seine Bonität riskiert, wodurch der Euro mit immer stärkeren Trudelbewegungen auch die Weltwirtschaft erschüttern lässt, wird klar, das die führenden Köpfe dieser chaotischen Lage kein Interesse daran haben, die Entwicklungen in Island als gutes Beispiel an die große Glocke zu hängen.

Innerhalb von nur fünf Jahren der Anwendung reiner neoliberaler Wirtschaftsprinzipien wurde aus Island ein vermeintlich reiches Land. (320 000 Einwohner, keine Armee). Im Jahre 2003 wurden alle isländischen Banken privatisiert und Aufgrund ihrer ‘low cost online banking services‘ konnten sie ihrem international schnell wachsenden Klientel gute Renditen versprechen. Die unter dem Namen Icesave bekannt gewordenen Finanzprodukte zogen viele englische und holländische Anleger an. Mit dem zügigen Anwachsen der Anlagen stiegen auch die internationalen Schulden des privatisierten Bankensektors. Im Jahre 2003 betrug die Schuldenlast von Island das Doppelte seines jährlichen Bruttosozialproduktes. Bis zum Jahr 2007 war sie dann auf das 9-fache (900%) gestiegen. Die Finanzkrise des Jahres 2008 brachte dann den Todesstoß. Die drei größten isländischen Banken,  Landbanki, Kaupthing und Glitnir wurden als insolvent erklärt und wieder verstaatlicht, während die isländische Krone 85% ihres Wertes gegenüber dem Euro verlor. Am Ende des Jahres erklärte Island seinen Staatsbankrott.

Trotz gegensätzlicher Erwartungen, führte die Krise dazu , daß die Isländer durch einen inzwischen etablierten Prozeß direkter Demokratie fähig waren, ihre nationalen Rechte und ihre Unabhängigkeit wieder herzustellen, die zur Entwicklung einer neuen Verfassung führte.

Geir Haarde, der sozialdemokratische Premierminister, handelte einen Dollarkredit in Millionenhöhe aus, den die skandinavischen Länder nochmals verdoppelten (angeblich insgesamt 5 Millionen Dollar, was mir als Zahl aber viel zu gering erscheint, d. Übers)

Die ausländischen Geldgeber verlangten dagegen drakonische Maßnahmen für ihren Service. Der IWF und die Europäische Union wollten die Schulden ‘übernehmen’, da sie nur so die Rückzahlungen an die englischen und holländischen Anleger gewährleistet sahen, deren Regierungen die Rückzahlungen verbürgt hatten. Im Lichte anhaltender Proteste und Straßenschlachten trat die Koalitionsregierung Haarde dann zurück. Vorgezogene Neuwahlen wurden für April 2009 anberaumt, die zu einer linksorientierten Regierung führte, welche die neoliberale Wirtschaftsweise offiziell verurteilte, aber sich nichtsdestoweniger dazu bereit erklärte, dreieinhalb Millionen Euro unmittelbar zurückzuzahlen. (Auch wieder eine zu kleine Summe, damit spielt jede Provinzbank locker im Laufe einer Woche, siehe Andreas Popp…, d. Übers.) Diese Rückzahlung sollte jeden Isländer dazu verdonnern, einen Obolus von 100 Euro monatlich für volle 15 Jahre bei 5.5% Zinsen an die ausländischen Geldgeber abzugeben, für einen finanziellen Schaden, der von Privatbankiers verursacht wurde. Das war dann der berühmte ‘Strohhalm, der dem ‘Rentier’ dann schlussendlich ‘den Rücken brach’ oder auf deutsch, ‘das Fass zum überlaufen brachte’!

Was darauf folgte, war unglaublich. Die Annahme, daß private Haushalte für die Verluste der Finanzmonopole aufzukommen hatten, so daß eine ganze Nation über drastische Steuererhöhungen die Privatschulden einiger Weniger abtragen sollte, erzeugte genug Zündstoff, diese Illusion der Finanzjongleure zu zerstören. Es begann ein Prozess, während dem die Beziehung zwischen den Einzelpersonen und den Funktionsträgern des öffentlichen Lebens überdacht wurde und an dessen Ende die politischen Führungsfiguren ganz bewußt auf die Seite ihres Wahlvolkes einschwenkten.

Das Staatsoberhaupt Olafur Ragnar Grimsson verweigerte sich, das Gesetz zu ratifizieren, das die isländische Bevölkerung zur Kasse gebeten hätte, und gab den Rufen für ein Referendum nach.

Natürlich war daraufhin das Geschrei in der internationalen Gemeinschaft groß, während England und Holland Vergeltungsmaßnahmen androhten, die zur Isolation des Landes führen würden.

Während die Isländer unbeeindruckt ihre Stimme im Referendum abgaben, drohten die ausländischen Banker jede Geldzuwendung durch den IWF zu stoppen. Das britische Außenamt drohte, alle englischen Bankkonten, die von isländischen Sparern gehalten wurden, einzufrieren. Grimsson sagte, er habe die Drohung erhalten, ”wenn Island nicht den Forderungen entspräche, würde es zum Kuba des Nordens gemacht werden. Wenn wir diese Bedingungen aber akzeptiert hätten, wären wir schnell zum Haiti des Nordens geworden”.

Im Verlaufe des Referendums stimmten dann im April 2010 93% der Isländer gegen die Zurückzahlung der Schulden aus Privathaushalten. Der IWF fror daraufhin unmittelbar alle finanziellen Hilfen ein. Aber diese  – in den Medien der Vereinigten Staaten nicht berichtete – Entwicklung war nicht mehr in der Lage, auf diese revolutionäre Bewegung Druck auszuüben. Mit Unterstützung der empörten Bevölkerung brachte die Regierung eine Untersuchung der kriminellen Machenschaften und Praktiken der verantwortlichen Bankmanager zuwege. (Achtung Herr Acker…mann, erinnern Sie sich noch an die Abwicklung der 9/11 Geldgeschäfte ihrer DB??!! Cui bono?, d. Übers.)

Interpol fahndete von nun an nach dem vormaligen Präsidenten von Kaupthing, Sigurdur Einarsson, während auch die anderen implizierten Banker fluchtartig das Land verließen.

Die Isländer ließen es damit aber nicht auf sich beruhen. Sie machten sich nun daran, eine neue Verfassung auszuarbeiten, die es dem Land ermöglichte, sich von der übermächtigen Macht der internationalen Finanzbranche mit ihrem Kunstgeld abzunabeln. (Ihre bis dato gültige Konstitution stammte von 1918, und war vom dänischen Königreich übernommen worden, mit nur einem kleinen Unterschied, indem das Wort ‘König’ immer durch das Wort ‘Präsident’ ersetzt wurde).

Für das Projekt der ‘Neue Verfassung’ worden 25 Menschen aus einer Gruppe von 522 ausgewählt, die in keiner Weise mit irgendeiner politischen Partei oder sonst irgendeiner Interessengruppe verbandelt waren, die aber aufgrund der Unterstützung von 30 weiteren Isländern in die engere Auswahl gekommen sind. Das garantierte, daß die Architektur des daraus resultierenden Dokumentes nicht auf das Werk einer Handvoll von Politikern zurückging. Das Internet wurde zum wichtigen Werkzeug der Entwicklung der neuen Verfassung. . Die öffentlichen Treffen der Mitglieder des Konstitutionsrates wurden über das Internet einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die Landsleute konnten so mögliche konstruktive Kommentare per Mausklick mit einbringen, und so dem Wachstum einer vom Volk selber gemachten Konstitution aktiv beiwohnen. Der Prozeß ist immer noch in Gange und wird am Schluß des Projektes dem Parlament nach der kommenden Wahl zur Abstimmung vorgelegt.

Mancher geschichtsbeflissene Leser mag sich, angesichts der jetzigen Lage, an Jared Diamonds gleichnamiges Buch erinnert fühlen, daß den Zusammenbruch der agrarischen isländischen Gesellschaft im 9.Jahrhundert beschreibt.

Heute erholt sich das Land vom finanziellen Bankrott in einer Weise, die gemeinhin nicht als die typische Genesungsgeschichte verstanden wird, wie aus den Bemerkungen von Christine Lagarde, der Chefin des IWF zu Fareed Zakaria deutlich wurde.

Sie machte es den Menschen in Griechenland zur unverhandelbaren Bedingung, ihren öffentlichen Sektor weitgehend dem Privatsektor zu überantworten. Das Gleiche steht wohl auch den Menschen in Italien, Spanien und Portugal ins europäische Haus.

Sie wären gut beraten, sich Islands Beispiel zu Herzen zu nehmen, und nicht unter dem Druck der ausländischen Interessen zu buckeln. Dieses kleine Land hat es geschafft, deutlich zu machen, daß seine Landsleute Souverän sind. (Ach ja, Deutschland hat ja auch ein kleines Problem damit…, d. Übers)

Darin liegt wohl der Grund, warum Island nicht mehr in den Nachrichten auftaucht.

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Deena Stryker ist eine amerikanische Autorin, die in sechs Ländern gelebt und gearbeitet hat und vier Sprachen fließend beherrscht. Sie hat in drei Sprachen publiziert. Sie betrachtet die größeren Zusammenhänge aus einer systemischen und spirituellen Perspektive..

Zugang zum Original und weitere Info: http://www.dailykos.com/story/2011/08/01/1001662/-Icelands-On-going-Revolution

   

Beendigung des Augusta-Regionalgeldsystems

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Donnerstag, den 14. April 2011 um 00:24 Uhr

Scheine können nur noch bis Ende April zurückgegeben werden.

 

Auf der Mitglieder-Vollversammlung des Augusta Regional e.V. wurde mit knapper Mehrheit für die Beendigung des Augusta-Gutschein-Systems gestimmt. Die 37 erschienenen Mitglieder entschieden sich damit gegen eine direkte Umwandlung in ein Euro-gedecktes Regionalgeld nach dem Vorbild des bekannten „Chiemgauer“. In der vorausgegangenen Diskussion wurde deutlich, dass die Unternehmer und Vereinsaktiven einem Regionalgeld generell positiv gegenüberstehen. Sie votierten für eine Denkpause, um später mit einem geänderten Modell die Idee neu aufleben zu lassen. Vorstandsmitglied Freimut Hennies dazu: "Wir alle haben in den letzten drei Jahren sehr viel über Geld, seine Formen und Funktionen gelernt. Die Augusta war Anlass, über Geld und seine Regeln nachzudenken. Ein Erfolg des Projekts sind viele Verbindungen, die durch die Augusta zwischen Unternehmen entstanden sind, und die dauerhaft wirken und die regionale Wirtschaft in Südniedersachsen stärken."

Bis Ende April sollten Konsumenten ihre evtl. noch im Portemonnaie vorhandenen Scheine beim Verein eintauschen. Ist dies nicht möglich, kann man eine E-Mail an
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. mit Angabe des genauen Betrags schicken. Ab dem 1. Mai verfallen nicht gemeldete Scheine ersatzlos.

Die Mitgliederversammlung wählte mit großer Mehrheit als neuen Vorstand Freimut Hennies, Helgard Greve und Klaus Gräff und übertrug ihnen die Aufgabe, den Verein inhaltlich weiter zu entwickeln und eine regionale Lebens- und Wirtschaftsform weiterhin zu fördern
und zu entwickeln.

 

 

 

   

Monströse Ratingagenturen: Kommentar zur sogenannten Schuldenkrise

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Dienstag, den 12. April 2011 um 12:36 Uhr

In der taz fand sich am 7.April ein lesenswerten Kommentar von Reiner Wandler zur sogenannten Schuldenkrise und der Rolle, die die Ratingagenturen dabei spielen. Die Menschen in Griechenland, Portugal und Irland, aber natürlich auch jeder von uns, dürfen dafür bezahlen. Zum nachlesen hier der Link

 

   

Neuer Vorstand gewählt

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Montag, den 24. Januar 2011 um 21:09 Uhr

Auf der Mitgliederversammlung am 19.Januar wurde ein neuer Vorstand gewählt.

Die Neuwahl wurde erforderlich, da die bisherigen Vorstandsmitglieder Olaf Gerling und Jan Plotzki nicht wieder für das Amt zur Verfügung standen. Neben Freimut Hennies kandierten Helgard Greve und Klaus Gräff für die gleichberechtigten Vorstandsämter. Freimut Hennies erklärte vor der Wahl, das es seine Absicht sei, den Verein aus der Begrenzung auf das Geldthema weiter zu entwickeln hin zu einer Organisation, die sich mit Regionalisierung und Lokalisierung auf allen Bereichen des Lebens befaßt und diese fördert.

In der anschließenden Wahl wurde das Vorstandsteam ohne Gegenstimmen mit 30 Stimmen bei 3 Enthaltungen gewählt und nahm die Wahl an.

 

 

 

   
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